Brewing & Distilling

Historical Document · 1864

Die Bierbrauerie

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Author
Beik
Year
1864
Type
Historical Document
  • brewing

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Die Bierbrauerie

Die Bierbraucrei mit befonderer Beriidfidtigung ber Dickmaifeybrauerei. RebR cinem Anhange enthaltend die im Braubetriebe gebraudhliden Robftoffe und beren Verwendung, fowie ber neue Braumethoden und Effigfabrifation. Von Philipp Heifi, chemaliger Braumeifter betes ,Syaten® in Minden, nagher Gathofbefiger gucs _Dberpollinger® - bafelbft, fpdter Direttor der Attienbraneret ,gum Felfenteler’ bet Dresden. Vierte Auflage. Mit der Anficht der Aktienbrauerei ,,3um Selfenkeller’* bei Dresden und Yem Ent- warf eines Braiuhaules wad) neuen Syftem in Grundplinen und Detailjeidnung ned Berednung auf elf lithographirten Bafeln und nod act andern Plinen. Augsburg, 1864, Werlag von Qampart & Comp. MUN SHLA Borwort sur erften Auflage. Nicht Ehrfudt ober Habgier hat mir die Feder in die Hand gegeben, fondern eingig und allein die auf vieljabrige Erfabrung gegriindete Ueberzengung von der Mtangelbaftigteit aller bisheri- gen Lehrbider Aber Bierbrauerei. Diefe Mangelhaftigteit erfuhr id aber nidt nur an mir felbft, fondern — und id) midhte fagen nad weit mehr — aud) an den- jenigen Herren Praftifanten rc., die mir alé Braumetfter gum Un- terridht anvertraut waren, und fo entfdlog ich mid denn gur Her< ausgabe vorliegenden Werkes, um diefem Mangel fowohl begiig- lid) der fo nothwenbdigen Angabe aller fir den gangen Brauproceg wie aud) fiir feine Unterabtheilungen befonders widtigen Hand: griffe, als aud) — und diefed ift die Hauptfade — begiigligy der Beabadhtung der gehirigen Higgrade und Attenuation fo viel al8 nur immer miglich abgubelfen. Aber nicht allein fir Brau-, fondern aud fir Baumeifter habe id) geforgt; denn iberzeugt, daf Baumeifter, bie ohne Bei- biilfe eines Brauverftandigen ein Brauhaus practifder bauen fin- nen, eine Geltenbeit find, habe id) durd) Beigabe von Planen und Detail-Reidnungen diefem Uebelftande abgubelfen gefudt. SdlieBlidG dante id) allen Vorarbeitern, wodurd) mir meine Arbeit oft fo wefentlid) erleichtert wurde, und aber vorgiiglid) Herrn Gabriel Sebl{maier fiir den durch ihn genoffenen practifden Unterrigt, ferner jenem Manne, welder — wie ich einft Veran- laffung gu feinen Vorlefungen — naddfte Veranlaffung gu meiner Sehrift iber Bterbraueret war, namlid Herrn Profeffor Kaifer in Minden, und dann dem um die Bierbraueret nidt minder hodverdienten Herrn Profeffor Balling in Prag. Und fo mige denn das nur gum allgemeinen Beften unternommene Werk aud wirklich gum allgemeinen Beften gereiden. Am Neujahrstage 1853. Philipp Seif. Porwort sur sweiten Auflage. Maddem die erfte ber dreitaufend Cremplare ftarfe Auflage diefes Werkes gang unerwarteter Weife in einem verhaltnigmagig turjen Bettraume abgefegt worden ift, fo habe ich der vielen vor- Ttegenden neuen Beftelungen wegen einen gweiten aber gang un: veranderten Aborud meines Werkes veranlagkt. Die Cinridtung bes Buches, die Anordbnung des Materials, die Bearbeitung des Stoffes find baker gang fo geblieben, wie in der erften Auflage. Diefer rafde Wbfaw, die vielen ehrenvollen Recenflonen in deutiden und auslindifden Yournalen, fowie der Umftand, dab das Werk bereits in’s Englifde und Frangofifde iberfegt wurde, gewdhren bem BVerfaffer die berubigende Uchergeugung, dak feine Arbeit eine wirkli braudbare tft. Hiefiie fowohl al8 aud) fiir die gablreiden fdriftlicden und miindliden Uusdriide von Anerlennung freundlidhft dantend, iber- gibt er nun bas fraglide Werk hiemit auf’s Neue der Oeffent- Tichfeit. Méoge fic) dasfelbe auch ferner einer fo giinftigen Auf- nahme erfrenen; mige e8 aber aud) neuerdings recht vielfad) tedj= nifden Nugen gewahren, dteB wiinfdt von gangem Herzen Minden, den 4. Auguft 1855. Der Verfaffer. Porwort sur dritten Auflage. Wahrend die gweite Auflage meiner ,~Wierbranerei“ wegen der fdnellen Folge auf die erfte mir feine Veranlaffung gab, Berbefferungen und Vermehrungen vorgunehmen, bot fid mir nun feit ben fiinf Yabhren, vor weldhen diefelbe erfdien, vielfad Stoff gu BVerbefferungen und Vermehrungen, die nun in diefer dritten Auflage gewiffenhaft und mit vieler Miihe, practifden Crfahrunger und grogen finangiellen Opfern angebradt wurden. Die bedeutendfte Vermehrung dtefer oritten Auflage ijt wohl bie uuentgeltlicbe Zugabe der -Mohftoffe, welde and ferner fiir die Befiger der erften und gweiten Auflage fir fi. 4. oder 20 Ngr. oder iiberhaupt apart gu diefem Preife gu haben find. Die fernern vielfaden Verbefferungen und Vermehrungen be- fteben hauptfadlid) in 1) ben neueften Erfahrungen, weldje in Begug auf die Manipu- lationen ber verfchiedenen drei Broceffe in der Bierbranerei gemadt wurden, befonbders bie Wiener Malgerei, ‘welche anerfannt bas befte Refultat liefert. Ferner einige Hhicdft intereffante Abanderungen im Brau- und Gahrungs- procep; 2) wurden feine Roften gefdheut, bas Nenefte, was jewt in Be- giehung auf Cinridtung und Verbefferung von Hilfsmafdinen exiftirt, in Tabellen beigugeben, wie 3. B. verbefferte Pug- und Gortirmafdinen fiir Gerfte, die neuefte Malgpug- und Malzquet{dmafdhine, medanifde Gerften- und Malgaufgiige, eine Maifd-Mafdine nad gang neuem Princip mit Brems- vorridtung, Ablag und Sdubventil, Centrifugalpumpe, boppelwirtend§ 2c. ; , 3) eine vollftandige Beidnung in bret Tafeln eines ober- und unterirdifdben Lagertellers mit Cisteller; 4) der vollftindige Blan einer neuen Brauerei mit Facade und fimmiliden Langene und Querdurdfdnitten des gangen Hauptgebaudes. Gituationsplan nebft gwei Grundriffen des VI Gouterrains. Yn ber Erflarung gu diefem Plane ift die Auf- ftellung fammtlidher Gerdthfdaften, Mafdinen und Trané- miffionen gu erfeben; 5) die Detail-Reidnungen ber MKrabifden Malgdarren; 6) endlid) wird die getrene WAbbildung ber WAltienbrauerei gum wmelfenteller® bei Oresden bem Buche gu einer neuen Zierde gereiden. We diefe Verbefferungen und Bugaben ohne Preiserhdhung werven dem woblbewadhrten Berle fider wieder neue Freunde und Abnehmer verfdaffen. Miederholt erflaire ih hiemit fchliehlich auf den Vorwurf, der mir hanfig gemadt wurde, daB ic in theoretif der Begiehung Balling abgefdrieben habe, dah ich denfelben, fowie Payne und Andere, gu meinem Werke allerdings benugt habe, da ich durdaus fein Profeffor der Chemie bin, und dak c8 mir wohl erlaubt fein wird, die theoretifden Grundfage diefer Manner mit meiner Praxis gu verbinden urid diefelbe badurd) gu erleidtern. Dresden, den 1. Marg 1860. Der Verfaffer. " PNP AR wD - 10. 11. 12. 13. 14. 15. 416 17. 18. 19. Suhalts-Angeige. Erfter Wbfdhuitt. Von den gum SBlerbranen erforderliden Stoffen und Bedingungen. CErftes Rapitel. Bon ber Temperatur und dem Wa ffer. Bon ber Warme und ben Warmemeffern . . Vom Waffer iiberhaupt Weides und hartes, reined und unreines Waffer Die gewdhulidften Beftandtheile ber Srunnen:, Flup- 2. Bate Nod einige Mittel, bas Harte Waffer gu proben Zum Brauen mehr ober minder untaugtige Baffer Lauglide Waffer : Bon der Reinigung bes affers “und war: A. Bom Filtriren 2. - oe B. Vom Abftehen und Mbficden . Bon bem AuflSfungs- unb Abforptionsvermigert” bes Baffers und der hallymetrifden Methode im Algemeinen Sweites Rapitel. Von ben gur Bierbraucret gehsrigen Pflangenfloffen und ibren Beftandtheilen. Bon den allgemeinen Veftandtheilen ber Pflangenftoffe . Vom SGetreide im Agemeinen und beffen medhanifs trennbarer Beftandtheilen . . . . . . Colla, aud) Kleber und Kieberfibrin genaunt . Mehl ftoff, aud onietenehly Starke, Kraftmehl, Amplum gent Der Gummifoff . + ee oe . Ruder und Siipftoff . oe . 8 Vom Weingeift ober Ailohol 2. 2. . we Vom Alfohol: ober Ardometer . . . . . Das Pflangenciweif oder Ciweifftoff Vom Sondern oder Kusfdeiben ber verfiedenen efanbiae bes Getreides 2. ee . oo weneeecl > “J o ” ” ” ow ” ” a > Bon . 26. 27. . 28. 30. 31. 32. 33. 35. 37, "39. 40. 41. ' 42. 43. 44. 45. 46. 47. Vill Cine Hirgere Scheibungsmethode . Bon dem Hopfen und feinen Veftandtheilen Bon bem atherifden Oele des Hopfens Wie Cann bas Atherifde Oel ans dem + Sovten gevonnen werden Bom Vitterftoff . Bon bem Gummibarg . ee . Sweiter Whiduitt. ber eigentliden Biertednit ober ber Bierfabrifation im engern Ginne Drittes Rapitel. Vorerinnercung. Bwei Grundfige. welde tein Brauer auper Udt laffen foll Begriff ber medanifden und Hemifdhen Tednologie Diertes Rapitel. Bon der Malgbereitung. Zwed des Malgens Von bem Wahlen bes Getreides und ben ‘ign geben Be: dingungen . Bon der Gerfte und ihren Borgilgen gum ‘Bierbrauen Bon ben verfdiedenen Gerftenarten ; Von der Getreidwage . Von den fiir bie Gerfte migliden Unfatten und ‘ipren ‘Reungeihen Von den iibrigen Getreidearten und ihrer Nugbarfeit gum Branen A. Vom Weigen. B. Vom Roggen. C. Vom Hafer. Unteradtheilungen des Malgproceffes . . ar Vom Cinweiden ber Gerfte im Algemeinen . Bon ber Zeit bes Weidens 2 ww Verfdhiedene Weidhmethoden: A. GewShuligh iblide Weidmethobe . . . B. Giuweiden des Getveides nad Gemifden miagter C. Englifhe Weidmethode Befonbders practifde Kenngeiden der gemetdten “Gerfte “Die Gerfte auf der Harfentenne und ihre Behandlung bafelbft . Practifhe Regeln beim Haufenwidern . Behandlung des gewadfenen Haufers oder das f. g. Saufenareten “Practifhe Regeln beim Haufenarbeiten . “Befondere Kennyeidhen eines gut gewadfenen Males Pbyfitalifde Erkldrung der von fee erfetgten ‘Gookrmnng bes Malghaufens Englifhe Malgmethode VsHimifche Malgmethode . 21 22 22 23 25 26 Sette §. 48. Wiener Malzmethode . - oe el OBR » 49. Patentirte Malymethobe des Seren Tizard . . 53 nw 90. Durd bas Keimen Gervorgerufene Analyfen im mebligen Rom 56 » 51. Bon dem Dertrin und ber Diaftafe . . . . . | 57 » 52. Bom Maken bes Weizens und Roggens . - .» . 58 » 53. Bom Malgen bes Hafers . . . . . 58 » 54. Bon dem Sdhwelfen oder Trodnen bee Males . . . 58 » 55. Die practifen Regeln beim Anette a \:) nv 56. Bom Luftmals . oe oe ele OD n 97. Bom Darren deB Dtalges . . . . 60 »v 58 Behandlung de Malzens auf der boppelten Darre - . «6 64 » 59 Bon bem gum Darren giinftigften Malgguftande . - 62 » 60. Berfdiedene Darrmethoden soe . . 62 » 61. Bon der Widhtigheit ber Femperatur beim Darren - 6 6 68 » 862. Bolumenveranderung des Malzes beim Darren . . . 64 » 63. Bon der Aufbewahrung und Reinigung des Bialaes . . 6 » 64. Practifhe Regeln beim Malsdarren . . . . 65 » 65. SBefdhreibung einer Maljreinigungsmafdine . - 2. «667 » 66. Befdreibung einer Gerfte-Sortir: und Pugmafdine » . 7 Sinftep Rapitel. Bon ber Auflbfung des Malgfdhrotes oder bem Brauen im engern Ginne §. 67. Das Einfprengen oder Neen bes Malzes oe - .« B » 68. Bom Sdroten des Malzes. . . . . . . . vi) » 69. Bom Séroten burdh Kunftmilhlen . . . . . 75 » 70. Bom Sdroten auf Mablmihlen soe et . . 7 Dritter Abjduitt. Vom Vrauenim engern Sinne. Sedstes Rapitel. Bom Zwed und den verfdhicdenen Methoden dee eigentligen Brauens. §. 71. wed des Brauens im engern Gimme: - weet 79 n 72. Bom Maifhprocep im Algemeinen . . 80 » 73. Bon ben verfdiedenen Rethaben, bie Bane i gener obet gu maifgen =. 81 Biedentes Rapitel, Von ber Didmaifdbraucrei ingbefondere. §. 74. Gorldufige Bemerfungen und gwar A. Bezilglid) de6 Srauhaufes B. Beziighid des Wafers n 7D. Befdreibung des Maifehbottics BES Von den dbrigen bayerifhen VBieren und ihrer Bereitung. 100. 101. 102. 103. 104. 105. . 106. 107. 108. 109. . 440. x Von der Einridtung der Pfanne im Allgemeinen Vom Bertheilen bes Waffers in Rianne u und Botti Vom Cinmaifgen 2... . . Vom erften Didmaifh . . Befonders practifde Regeln beim exften Didmallg . . Bom gweiten Didmaifd . Bwed bes Didmaifdfiedens Vom Sieben bes Lautermaifges . Bwed bes Lautermaifdfiedens . oe Vom Rubwaifer . . oe Befondere Anmertung fiber ben Brauproces Vom Bier auf der Rube . Vom Abgiehen der Wiirge oder dem “abldutern Vom Nadhgus ober dem Anfhwaingen Vom fogenannten Glattwaffer . . Don dem bier fogenannten Gugnehmen . Vom Hopfengeben und vom Gieden bes Gopfenbieres Befdreibung bes Hopfenfeihers und der Gopfenpreffen Bon ber WbFiihlung der gefodten und gebopften Wilrge Von bem Kiiblapparate bei warmer Witterung . Bont ber Art und Weife, wie der Hopfen gegeben wird . . Bon ber gu cinem Gebriu erforbderliden Hopfen-Quantitat Von ben Hopfenforten und ihrer Qualitét . Vom Hopfengeben Hinfichtlid ber Art des Bieres, ob jelbes naimligy Sommerbier ober Winterdier ijt . Vom Hopfengeden hinfidtlid der Giite bes Sommertellers unb ber Beit bes UAblagerns . Bom Hopfengeden hinfidtlidy des Gefgmades bes Publitums Vom Hopfeneinfauf und deffen FalfGung Ginfadhe und fidere Methobe, die Schwefelung bed ovfes yu erfennen und objectiv darguftellen Refultate von Verfuden gur Hopfenconfervirung Practifdhe Regeln bes gangen Subprocelis Vom Bod: und Salvatorbier . Ashes Mapitel. (Sagbrauer ci). Augsburgers und Niirnberger-Biere Wamberger-Biere . . . Vom Nadjbier oder jogenannten Gansle Vom Kulmbadher-Brauverfahren Reuntes Rapitel. Vom Brauen des Wei fbieres. Vom Brauen bed Weifbieres auf Obergdhrung 110 110 114 141 143 113 136 144 142 145 146 149 xT § 411. Bom warmen Sag der BWeifbierbramerei 1 w 112. Bon ber Kelbeimer Weibbierbrauereh 2. 1 Behntes Rapitel. Von ben fremoden, d. §. nigt bayverifhen Bieren und ibrer Srauart. & 113. Bor den belgifden Bieren wd ihrer Brauart » 114. Bom Brauen des Lambifs und Mars . 415. Bom der englifhen Braumethode . . 116. Patent black malt. — Bereitung bes Garbmaljes 117. Bon der Bereitung des Porters zs 3 309 gum Gerjenden fiber See gebraut wird ~ 119. Bom Ale auf fhottifhe Art oder auf Untergirung gefotten Gilfies Mapitel. 418. Pale india ale brewing ober blag inbifches Del, weldes bloe 154 152 154 156 158 159 160 164 166 VomMeffen ber Wirge und den hiegu ndthigen Juftrumenten §. 120. Beftimrmung des fpecififden Gewidtes . » 121. Bor ben gur Veftimmung bes fpecififdhen Gewidhts ber Stiiffig: feiten fibligen Jnftrumenten im Wlgemeinen » 122, Bon der yur Geftimmung ded fyecififden Gewidts der Stiiffigs Tetten fibligen Ynftrumenten insbefondere , 123. Born den gur Zudermeffung entworfenen Reductionstabellen . BWierter Abfhnitt. Vom Gibrungsproces. Swilftes Rapitel. Bon ber Gihrung im Allgemeinen. §& 124. Begriff und Arten der Gigrung . . 125. Bon ber geiftigen Gihrung insbefondere « 126. Grfcheinungen bei der geiftigen Gibrung ~ 127. Gorn der fauern Gihrung ,, 128. GErfdeinungen bei der fauern oder agtiran », 129. Bon der faulen Gihrung . . 130. Grfdheinungen bei der faulen Gabrung » 134. Bon den faulnif-widrigen Mitteln oo Dreizehntes Mapitel. Bon ber Biergibrung insbefondere. §&. 132. Arten ber Biergibrung » 133. Bom Zwed ber Biergdhrung insbefondere . » 134. Worauf mug man bei der Biergdbrung vor Alem fehen? vw» 135. Gon ber yur Biergdbrung erforderliden Sefenquantitat ~ 136. Gon ber Befdaffengeit und den Kenngeidgen einer guten Hefe 469 169 170 471 174 174 176 17 178 178 179 180 . 137. 138. 139. 140. 141. - 142. 143. 144. 145. 146. 147. 148, 149, 150. . 151. 152. 153. 154, 15d. 156. 157. 158. xi Bon den ikbrigen, die OQuantitat ber Hefe nebingenies Bantten Vom fogenannten Zeuggeben . . Vom Nugen und Verfahren, den Zeug nap mn geben Vom Verfahren, den Zeug troden gu geben Bon ben Gahrbottiden . Dieryehntes Rapitel. Von ber Untergdbrung inebefondere. Verlauf dex Untergdhrung bei einem Sdhentbierfud . Bon der Gihrung des Gommerbieres und dem Zwede ihrer langfamen Githrung . . se Bom Gibren des Bod: , GSalvatorbieres x. . Bon der Gihrung der Bamberger und Nilenberger Biere Von der Gabrung der Rulmbader Biere Practifhe Regeln auc Untergibrung =. Practifde Regeln aur Gabrung bei warmem Metter Vom Darauflaffen bes Bieres waihrend der GAbrung Bon einigen bei der GAhrung mogliden, aber nist immer leit erflirliden Erfdeinungen . Hinfyeyntes Rapitel. Bom Bierfaffen Bom Faffen des Sdent: und Lagerbieres Vom Grin: oder Lauterfaffen Bon der Attenuation, als dem eingig fideren “smittet , bie ge bed Bierfaffens gu beftimmen . Practifhes Mittel, bie Reife des Bieres bem Get nas wu erfennen Vom Abfaffen ftarker und abnormer Biere Vom Abnehmen bes Vieres vom Gabrbottid Vom Abnehmen bes Biergeuges ober der Hefe Vom Aufbewahren des Zeuges . Secszehntes Rapitel. Von der Obergdhrung insbefondere. Vom Ober: ober Weifbierszeug und feiner Fanfiigen Cttstung Vom Oberzenggeben . . Verlauf der Obergibrung im Allgemeinen Vom Ausfilbier . . Bon der Gihrung des Weigenbieres Obergdhrung nad bshmifdher Art . . Von der bdhmifdhen Obergibrung in Gabrbottigen Von der bshmifen Obergigfrung im Faf Von der belgifden GAbrungsmethode Von der englifden Obergdbrung oo. 185 186 186 187 188 189 194 192 192 193 194 195 196 198 199 201 202 208 2it 2141 213 213 215 216 216 oo ow oo ” ” ow ow §. 186. ” . 169. 170. 171. 172. - 173. 174, 175. 176. Von der Behandlung des Sdhenks ober Winterbieres, . 177. 178. 179. 180. 181. 182. XI Bon der englifden Portergdbrung Von der englifden Alegibrung Von ber fchottifden Wlegdhrung . Bon der fGottifdhen Gibrung auf Unterjeug Ginfter Abiguitt. Behandlung ber VBiere in Sdhenl> und Lagerlellern, Siebenzehntes Rapitel. Behandlung der Shent= und Winterbiere. Bon den Faffern . : Vom Pedh: und Sdhwefelbier Vom Auspiden der Faffer see Vom Scwefelu ber Faffer . . . os ew Aetyehntes Rapitel. Behandlung des Sent: ober Winterbieres bei gropem Betriede Vom fogenannten Krdufendier . . Von ber Behandlung bes Krdufendieres im Wirtheteler Befonders practifde Regeln, weldhe bei ber Behandlung bes Winterbieres gu beobadten find . Abweidung der Behandlung bes Winterbieres bei fieinerem Betriebe oo Vom Angapfen eines gefpiindeten RKrbufen-Banyens Reunjehntes Rapitel. Seite - 218 219 223 225 225 226 228 230 231 233 236 236 Behandlung des Lager ober Gommerbieres in den Lager: . 183. 184. 185. 187. ” 188. ” 189. Kellern bet gropem Betriebe. Von der Ginridtung bed Lagerfellers und der Sertheitung bes Bieres in demfelben Bon ben bet ber Behandlung des Sommerbieres im Sager: Keller gu beobadtenden Regeln Von der Behandlung des Sommerbieres int Kagel bei fleinem Betricbe , soe Sedster Whfduitt. Bon den Bierproben. Swamighes Rapitel, Von den Vierproben an und fic fih betradtet. Borbemerfung =. . Von der Fallymetrifden Bierrbe inion GErfter Berjud . Bweiter Verfud . 237 239 245 246 248 250 252 §. 190. » 194, §. 192. » 193. §. 194. nw 195. n 196. n 197. w» 198. » 199. » 240. » 2h. » 243. » 213. » 244. » 24d. “Bon der Beniigung des - aingigen Geucrs oe . xIV Optifde Bierprobe durd Steingeil’s Gebaltmeffer . Beftimmungen bes Gebhaltes der Biere nad Gavi gterceten von Extract und Alfohol ee . Einundpwanzigftes Mapitel. Rwet Prob{uden gu Bierproben. Erfier Probefud . oe . . . Bweiter Probefud eee Siebenter Abfdnitt. Lage und Einridtung der Vrauereien. Sweiundpwanyighes Rapitel. Bon der Anlage und Ginridtung einer Braueret im Allgemetnen. Allgemeine Grundregein . Bon den in nenefter eit gemadjten und bringend qu epee den Verbefferungen im Grauverfahren . Bom Nugen der doppelten Maifdtaften oder Bottige Vom Nugen der Maifdh- und Wiirypumpen Von ben Maifdmafdhinen Von der Dampffraft als Mittel, bie Braumafdinen me treiben Von der fogenannten Dampfbier-Crauerei Dreiundjwanyigftes Sepitel Von der Anlage und Ginrigtung einer Brauerei insbefondere. - Borldufige Bemertung . 1. Grundplan Tafel II II. Grunbdylan Tafel IV . IH. Grundplan Tafel V . . IV. Grunbdylan Tafel VI . “V. Grundplan Tafel VI. Fig. 2 . . Bon ber Pfanne als der Bafis gur Berednung bee Berhatt: niffes der befonbdern Braufaus: Cinrighangen in samen Subwert, . Pfannen: Berednung . Form ber Pfannen . Bau ber Pfanne . . . oe . Neuere Form ber Pfannen . . . Pfannen-Feuerung . i Detail-Erklarung der Geuerung eee Von der Feuerung felbft Vom Malghaus oo. rr . Seite 258 272 273 274 276 276 227 278 279 282 285 286 287 2914 296 ” oo a o ve ” tan ow ow ” wo ” ” ow o id) oo ” “ 236. 237. 239, . Bon ber Weise . Coke Bon der Nadrweidhe oder Rautide 1 oe Von der Maly: ober Haufentenne . . Von ber Lage und Beldaffenbeit einer Makjtenne Von ben Malgdarren im Allgemeinen . . Berfdtedene Arten der Malgdarren eee . Bon ben Nadtheilen der Maudbarren ZundSftliegende Vortheile der Luftdarren Anlage ber Luftfandle in der Sau GConfiruction bes Darrofens . . . . Confiruction ber Heigrohre . . . . . . Refumsé bes Nugens der Luftbarren . . . oe Von der Sr’fe und Berednung der Malgdarren . Grflarung ber DOetailsZeidnung der Malgdarre 2. Grunbylan der falten und warmen Lufttandle . G@rundplan der Rohrlage ee Profil von a b aus der Figur 2 . . Verbefferungen in der Anlage der Maljbarre . Bwed ber Anlage der Feuereffe Gonftruction der patentirten Malgdarre von . Grades, Beuc: ungébaumeifter in Ghemnip, Tafel XX. . Patentirte Borridjtung im Maljbarren burd Bentilateren von 3. De Pari, Mafsinen» Gabritant in Pffentad bei Frantfurt «/M. Von den Maifehbottiden . Neuefte Cinridtungen in Beaiehung auf "bas Sudwert so. Obere Maifdhbottih. Neuelte Conftruction einer meen und beren vortheilbafte Vorridjtung Bremsvorridtung gur Regulirung der Maifdmafdine Pfannenhahn und Whlagventil fiir die Mialfegbontige - Aufhadmafdine in dem Sauterbottig . Bom Viergrand . .. . 8 8 - Saugapparat gum Ablautern - . . Bon den Bierpumpen Gonftruction ber Pumpen.. Die Sentrifugal-PBumpen von J. 6. Seat und Sof Von den Vierfiiblen . Von den Kiblfdiffen insbefondere . Das Gonferviren der eifernen Santee . Vom Gibrieller . - ee Vom Scdenkteller 7 oo. Neber die Erbauung eines Gommertetlers oe Von der Bauart diefer Sisteller . Zeidnung eines unterirdifden Gagertellers mit Gisteller Oberirdifder Lagerteller mit Eieteer 2. 2 ee 321 323 325 326 326 334 334 §. 257. ” ” ” 258. . 259. 260. 261. 263. 265. 266. 267. 268. 269. 270. 271. 272. 274. 275. 276. 277. 278. XVI Von ber Aufbewahrung bes Cifes ° . . ‘Dedungsmittel fiir Kellergewslbe, welde untergalb des Brau: ober Riihlhaufes ober aud) im Feeien liegen — . RNadtrag. Neuere und verbefferte Ginridtungen in Vegiehung auf Ma- {Ginerien . r) Patenticte Malgpus - und Oetciberinigunge sta gin von Shwalbe und Sohn. . Sortirmafdine von Sdhwalbe und Sohn Berbefferte Malzquetfde von Sdwalbe und Sohn . Medhanifder Aufgug fiir Maly und Cerf von m Saale und Sohn. . . Vefdreibung einer Sager-Bierdrauerei Anhang. Von den Bedingungen, wovon die Giite bes Hopfens abblingt Meufere Kenngeiden eines guten Hopfens Von ber Aufberahrung und Erhaltung des Sopfens Srau-Manual . Maange und Gewidte ber fieben ateren Regierungsbejirte im RKdnigreihe Bayern Beftimmungen liber die Cinheiten bes tape Bingenmag Beftimmung ber das Morpermaag . . Beftimmung des Fliiffighcits-Maafes Veftimmung fiber das Gewidt Vergleidungs-Tabelle bes Langenfug- Maahes verfchiebener Staaten . Vergleidhungs-Cabelle der Getrint-Maage verfdiedener Staaten Vergleidungs-Rabelle ber Getreidve-Maafe verfdiedener Staaten Vergleidhungs-Tabelle der Gewidhte verfdiedener Staaten Labelle gur Reduction ber Réaumur'fden Thermometer-Slala auf Gelfius'fde und Fahrenbeit'jdhe Grade . Sette 337 339 361 341 343 344 350 352 354 355 358 358 359 361 363 364 365 366 367 368 fiber die im Braubetriebe gebriudliden Robhftoffe &Kc. Suhalts - Berjeidnif Erfter Ahfsuitt. Neber verfdiedene gum Brauen vorge(Glagene Materiallen, fiber neue Vraumethoden und neve Gihrungsverfahren. G1. » 2 ” 3. » 4 ” 5. ” 6. » 7. ” 8. n 9% » 10. a» AL. » 12. » 13. n» 14. Gon der Verfdiedenheit der Biere und beren Bedingungen . Von der Bierergzegung aus Kartoffelmebl oder RactofitRactineht: 1. Kartoffeln . . . 2. Gewinnung des Rartoffelmebles 3. Anwendung von Kartoffelmehl und Rartoffelpartmesl mit Gerftenmals gur Biererzengung: A. Sufufions-Methode so 8 ee B. Decoctions-Methode - oe el C. Gahrung . Von der Vierergeugung aus roher Gerfie Gon der Vierergeugung aus rohem Weigen Von der Biererzeugung aus Mais Von der Bierergeugung aus Reis Vom Syrup . Verwendung des Syrups ‘mit Malyujag a6 bem. im ib gebrdudliden Verfahren Ueber neue Braumethoben im Agemeinen . 2. , Gin neues Brauverfabren von mir 1. Ginridtung der Brauerei fiir mein neues Brauverfabren 2. Das Brauverfahren felbft . 3. Das Abgiehen ber ane von den Trdbern 4, Refumé . Brweite Braumetjode nad neueren Grundfagen Das neuefte Wiener Brauverfahren : Vefondere Bemerfungen ber diefes neue Brauverfabren Neber Dampf: Bierbrauerei: 4. Brauerei mit indireftem Dampf . 2. Bierbrauereid mit direftem Dampf, inebefonbere 6. orf fauer’s Apparat hiegu . ee Det p, Glerbranerel. 4. eupe 0 Seite 371 372 373 373 376 377 377 378 378 379 379 380 386 387 388 388 389 389 394 396 397 399 400 XVIII §. 15. Neues Gabrungs-Verfahren: 4. Ueber Gihrung im Wllgemeinen 2. Behandlung der Biere und Erispeinungen bei ber neuen Gayrungemethobe oe . . Hweiter Abfdhnitt. Practifdhe Nath[alaige fiir befonbere Falle im Betriebe ber Bierbrauerei. §. 16. Bierbhefe gu ftirten: 4. Ginleitung . 2. Verfahren beim Starten ber Bierhete » AT Bon den Unfaillen, denen das Bier unterworfen ift, und von ben Mitten bagegen . oo . 1, Karungsmittel fir bas Bier 2. Das Bier-Sdhinen mit ruffifder Saft 3. Das Vier-Shinen mit Sovien . >, 4. Shales Bier . . . 5. Eaures Bier Anbang. Ueber Effigfabritation. I. Die Effigergeugung im Wgemeinen: 1. Ginleitung ’ 2. Bedingungen yur Gffigbitbung ober fouren Gtirang 3. ErfGheinungen bei der Effighifbung . IL. Effigerzeugurtg aus Gerftenmals ‘ 4. Ginridtung der Effigftube 2. Fabrifation bes Effigs Looe : IIL. Gffigergeuqung mittelft Weinkimmen und Branntweine IV. Sanelleffigfabritation : V. Ueber Bufige von woblfeilen Giuren bei Gffigfabritation Seite 411 414 416 417 418 419 420 420 421 421 424 425 426 427 429 430 432 432 Erfter Abfdnitt. Bon den sum Bierbrauen erforderligen Stoffen und Bedingungen. Erftes Kaypitel. Bon der Semperatur und dem Waffer. G. 1. Gon der Barme und den Warmemeffern. — Die Vierbrauerei ift die funftgemage Production oder Bereis tung des Bieres. ede Lunftgemage Production aber beruht mehr oder minder auf RKenntnif und Uebung und gwar gunddft auf KenntniZ der Stoffe, woraus, auf Kenntnifp der Sade, wogu, und aber aud) auf Renntnif der Mittel und Uebung der Hanbdgriffe, wodurd bas beabfidtigte Product gewonnen oder bereitet gn wer- ben pfflegt. Wir werden daher nidt irregehen, wenn wir zuerft von den Stoffen fpredjen, woraus das Bier gebraut gu werden pflegt, und gwar fowohl in Betreff ihrer gur Vereitung eines guten Productes nothwendigen inneren wie dufgeren Bedingungen. Wetl aber, wie bei jedem chemifdhen Proceffe, fo aud) bet Be- reitung des Bieres, welche an und fiir fic) betradhtet ja aud) nur ein folder Broceg ift, der mehr oder minder ginftige Temperatur- gtad als eine der Haupthedingungen eines guten Erfolges ange- feben werden mug, weldje nicht nur bet ber Qubereitung felbjt nidt auger Acht gelajfen werden barf, fondern deren genaue Be- obadjtung aud) auf die Behandlung bes Lagerbieres von dem grop- ten Ginfluffe ift: fo wird e8 wohl nidt gar febr gefeblt feyn, wenn wir bdiefe fiir den gangen Brauproceg im Wgemeinen und im Befonderen fo hodwidtige Sade fdon gleid *infange in Erin: Heth, Slerbranere 4. Muff. 2 nerung bringen und baran, um ein fir allemal damit fertig gu feyn, alfogleid) die Betradtung derjenigen Ynftrumente tnitpfen, wodurd) jene Bedingung, b. h. ber jeweilige Temperaturgrad aus: gemittelt ober gemeffen gu werden pflegt. Diefe Ynftrumente aber find bie Warmemeffer oder fogenannten Thermometer, wovon vier Arten im Gebraud find und gwar: 1) vorgiiglic) in Deutfdland bas Réaumur’fde oder bas Ther- mometer mit 80theiliger Stala, deffen Froftpuntt mit O.und deffen Giedepuntt mit 80 begeidynet wird; 2) vorgiiglic) in Sdweden und Franfreid) das Celfius ide oder Centejimal-Thermometer mit der 100theiligen Sfala, mit O als Froft- und 100 als Siedepuntt; 3) vorgiiglich in England bas Fahrenheit fhe, deffen Funda- mentalentfernung ober Entfernung vom Froft= gum Siede- puntt 180 Grade zablt, deffen Froftpuntt aber nidt mit 0, fondern mit 32, und deffen Giedepuntt daber aud) nidt mit 180, fondern mit 212 begeidnet wird. &@ find ndmlid) auf biefer Sala gwei Gefrierpuntte angenommen, und gwar ein natiirlider, der mit dem MNullpuntte der beiden vorher- gebenden Sfalen gufammenfallt, und ein Hinftlider, wie derjenige Buntt, bis gu weldem bad Quedfilber fintt, wenn bas Thermometer in eine fogenannte faltmadende Mifdung aué Sdynee und Galmiaf getaudyt wird, und welder 32 Grade unter dem Gefrierpuntte liegt. — Vom finftliden Groftpuntte beginnt man gu zdblen, daber er mit 0, ber na= titlide aber mit 32, mithin der Siedepuntt mit 212 Degeidnet wird, was bei der Ruriidfiihrung der Grade diefer Skala auf bie einer an: bern und umgcfehrt nidt ohne Widhtigheit ift. 4) Das theilweife in Rugland gebrauchlide del Fsleriche, deffen Hundamentalentfernung 150 Grade enthalt, bet weldem aber, ben anbern entgegengejebt, ber Giedepuntt mit O unbd der Hroftpuntt mit 150 bezeichnet ift. Was eta die Rebucirung ober Zuriicfahrung des einen Thermo: meterftanbdes auf den eines anbdern betrifft, fo gefdieht fie durd Bro- portion und gwar verbilt fid): 1) R: C = 4:5, fo da 3. B., follten 60 R auf C reducirt wer- ben, die Wufgabe lautet: 60: x= 4:5; 4x = 300; x = 300 — = 75: 4 alfo maden 60 R nad Gelfius 75 Grave. 8 2) C: R=5: 4, 3. B. geben 80 Celfius'fde Grade 64 Néaumur'ide; denn 80: x= 56: 4; 5 x = 320; * =e == 64. 8) R: (F—32) = 4: 9; denn weil das Fabhrenbeit’jdhe Thermometer um 32 Grade — yom finfilicen bis gum natirliden Gefrierpuntt nimlid — mehr gablt, fo miiffen diefelben, ob nun R auf F oder F auf R redus citt wird, vom Fabrenheit’fden Datum abgezogen werden. 3. B. geben 72 R 194 Fabhrenheit’fde Grade; denn 72: (x—32) = 4:9; 4 (x — 32) = 648; a 162; x = 162 + 32 = 194. Dagegen find 122 F = 40 R; denn x: (122—32) = 4: 9; x:90 = 4:9; 9x = 360; x = 360 4) C: (F—32) = 5: 9; denn aus demfelben Grunde milffen aud bier die 32° unter dem natiirliden Gefricrpuntte vom Fah: renbeit'fdjen Datum jebesmal abgezogen werden. 3. B. geben 90 C = 194 F; benn 90 : (x—32) = 5: 9; 5 (x—32) = 810; x = 810 + 32 = 162 + 32 = 194. 5 Dagegen geben 122 F = 50 C; denn x: (122—32) = 5: 9; x:90 = 5:9; x: 450 “7 = 50. Die Reducirung des del Yole'fchen fInnen wir ber Seltenheit und Reihtigheit wegen fibergeben. §. 2. Bom BWaffer Aberhanpt. Nadhft der Temperatur tft fiir bie Brauervei eine der Haupt: bedingungen gutes Wafer, denn dasfelbe dient nidt nur, um betm Malgzen ben Keimproces gu ermigliden und beim Brauen aus Gerfte und Hopfen die erforderliden Beftandtheile aufguldien und auszugiehen, fondern ift aud) nothwendig aur Nadfillung der Qa- gerfaffer, um fowohl das verdiinftete Waffer gu exfeben, als aud 4 dem rafden Fortfdritte der ftilen Gahrung und dem damit Hand in Hand gehenden Gauerwerden vorgubengen. Jn ben beiden erften Fallen bedient man fid) am beften bes fo- genannten weiden Waffers, wahrend gum legten Gefdifte das foge- nannte harte Wafer vorgugiehen ift; denn der tohlenfaure Ralf des: felben tragt gur UWbftumpfung ber etwa fdon gebildeten Cffigfiure und hauptfidlid gur Ausfdeidbung bes Kiebers, der beim Gauerwerden der Biere vorgiiglid wirkfam ift, nidGt wenig bei. Wenn wir aber aud) die hohe Widhtigkeit bes Wafers fiir die Bierbraueret gerne anerfennen, fo miiffen wir bod) das Leider nod) immer beftehende Borurtheil beftreiten, al8 tonne man an diefem Orte ober in diejem Lande fein eben fo gutes Bier ergeu- ger al8 an jenem Orte ober in jenem Lande, weil man dort nidt pasjelbe Waffer Habe, als hier; denn wenn auch gugeftanden wer- den mug, dag weiches und reines Waffer, vorgiiglid) aus Teidjen und Fliffen, dem harten Grunnenwaffer vorgugiehen: fo ift es dod) — wie oben gejagt — bloges BVorurtheil, dak fid) das un- reine und Harte Waffer nicht gum Brauen eigne, fobald e8 nur burd Reinigen und Abfondern der untauglichen Theile hiegu tang: lich gemacht wird. Und diefem Vorurtheil mug um fo ernftlicer begegnet werden, weil e8 fogar in der verddtliden Abfidt ver- breitet werden fann und vielleidt {don bisweilen verbreitet wor- den ift, um bas miflungene Bier entweder einer eingelnen Braueret oder aber felbft einer gangen Gegend entfduldigen gu fdnnen. Hiernad) werden wir nun gunddft den erwahnten Unterfdied gwifden weidhem und hartem, reinem und unretnem Waffer gu beftimmen haben, woran fid) von felbft dte Aufgabe reiht, gugue fehen, weldjes Waffer und warum eS gur Bierbranerei tauglider ift. Godann werden wir gut thuen, gu unterfuden, warum diefes oder jenes Waffer gum Brauproceffe vielleidht gar nidt, vielleidht nur weniger tauglid) ift, und endlid) wie diefeds erfannt und bie- felben etwa gum BVerbraude tauglid) gemadt werden tinnen. . 3. Beihes and Farts, acs und narcines Wafer. Das natiirlide Waffer ift immer mit mehr oder weniger frem- ben Beftandtheilen gemifdt, fo dak man vollfommen reines Waffer nur durd Deftillation, am beften des Regen: oder Flupwaffers, erhalt. SGoldes Waffer ift dann gang farb:, gerudy: und gefdmadlos; Ginterlagt, in einer blanten Platin= ober Porgellanfdale abgedampft,. » 6 teinen feften Ridftand; wird webder von Sdwefelwafferftoff, nod) von Barytwaffer, nod von falpeterfaurem SGilberoryd getriibt; ift endlid fix fic) gang ungerfebbar und geht nidt leit in Faulnig aber. Der Unterfchied alfo, den man im gemeinen Leben awifden weichem und hartem, reinem und unreinem Waffer mat, ift nur ein velativer, d. h. er berubt nur barauf, ob ein Wafer mit mehr oder minder vielen und welden Stoffen gefdwangert ift. So nennt man ein Waffer weid), wenn fid) in demfelben Seife leit und fciumend auflsst, oder wenn e8 nad dem Roden und Wieder- erfalten feinen merfliden Bodenfag guridlagt; hart dagegen, wenn e8 in Folge feines Gebhaltes an erdigen Galzen, wie fohlenfaurem und phosphorfaurem Malte, fdhwefelfaurem Ralf (Gyps) u. f. w., die Seife nidt fchdumen lapt, die Hilfenfriidhte nicht wetd) tocht oder von Seifenfpiritus getribt wird. Unter reinem Wafer, weldes immer gu den weiden gebhsrt, verftehen wir nur bas atmofpharifde (Regen= und Sdneewaffer) und bas deftillirte Waffer: jedes andere nennen wir unrein, wah- tend Cinige ben Unterfdied dahin erweitern, dab fie gu den reinen Waffern aud nod) alle gewshnliden Brunnenwaffer zahlen, unter unreinen aber bas Meerwaffer und bas der Mineralquellen ver- fteben, und wieder Andere rein nur das deftillirte, unrein dagegen alle iibrigen Waffer nennen; denn aud) da8 atmofpharifde Waffer ift nicht ohne Beifag von aus der Luft niedergefallenem Staub, foblenfaurem WUmmoniat und Spuren von Galpeterfaure, wenn ber Regen beim Gewitter gefallen war, ober etwas Salgfiure, wenn das Wafjer in der Nahe bes Meeres gefammelt wurde. Weldhe Beftandtheile das flieBende Wafer enthalt, hingt vorgiig- Tid von ber drtliden Lage und der Gegend ab, burd) weldje eS fiiegt. Durd) befondere Reinheit gzeichnen fic) hauptfadhlidy die aus Gneis- und Olimmerfdiefer= Gebirgen hervorfommenden Quellen im Wllge- meinen aus; benn fie enthalten baufig auger Rodfalz und etwas Roh: lenfaure feine rweiteren feften Beftandtheile. §. 4. Die gewshnligiten Beflandtheile der Srunnens, Finks 2. Wafer. Die Beftandtheile unferer Brunnen-, Quelle und Flubwaffer theilen fic: 4) in unorganifde. Bon diefen find die gewshnlicften: 6 a) KRohlenfaure (Luftfaure, fire Quft), welde bem Waffer einen erfrifdenden Gefdymad gibt und am Perlen beim Cin: {henten in glaferne Gefige erfannt wird. Der Mangel der- felben verrath fid) deutlichft am abgeftandenen oder abgefot- tenen Waffer burd den faden Gefdmad. b) BerflieBbare Galze, wie foblenfaurer Ral! und toblen- faure Magnefia, weldje fidh in ber Erde befinden und im durd- Taufenden Wafjer aufldfen, ohne dasfelbe merflich gu triben. &é tommt iibrigens aud) vor, daf fid) im Quellwaffer, nament: lid) im Grilbjabre, fo vicl toblenfaurer Kalk befindet, bak bie vorhan- bene Koblenfiure nidt mehr hinreicht, denfelben aufguldfen, und daber bad Wajfer gang mildhig ans Tageslidt tommt. Aft aber auch diefes gerade nidt immer ber Fall, fo triibem fid) foldye Waffer dock bei Lanz gerem Steben an der Luft, fowie aud) beim Sieben, indem fid) dabet bie Kohlenfaure verfliidtigt, ber Kalk aber, fic) ausfdeidend, eine Tri: bung verurfadt und gu Boden fintt oder fid an ben Wanden der Ge- fife anbingt. Bei grdferen Waffermaffen bilden fic) farmlide NKruften, welde RKeffelftein, Pfannenftein, Topfitein genannt werden und tur miibfam baburd fid) Idfen laffen, wenn man abgefdalte fein gefdnittene Rartoffel oder Malgteime mitfiedet. C) Gyps ober fchwefelfaurer Malt, welder fic) beim Sieden ebenfalls feft ablagert, aber in Gauren nicht anfldst. d) Kohlenfaures Cifenoryd, welded fi Bfter wie der foblenfaure Rall in iberfdiffiger Kohlenfaure aufgelsst vor- findet und beim Wbftehen ober Sieben ebenfalls abjest. e) Galgfaure Galge und f) {dhwefelfaures Natron, beide anfldslich. g) Salpeterfaure Galge. Diefe fommen jedod im Srun- nenwafjer nidt fo haufig vor, al8 man gewshnlid annimmt, und fimen wohl nod feltener vor, wenn man die Brunnen nie in die Mahe von Diingerftatten ober Viehftillen fegen wiitde, wo fid jene Salge immer bilben und bann nidt fel- ten in dte Brunnen verfigen. 2) Organifdhe Subftanzen, al8 aufgelste Pflangenftoffe, eingefallene Ynfelten und tleine Wirmer, welde bei ihrer Verwe- fung einen iiblen Gerud und einen widrigen Gefdmad vetur- faden. €nbdlid 3) Moderfubftangen in ftehenden und fumpfigen Waffern von blem Gerud und gelblider ober brauner Farbe. 7 §. 5. Row einige Mittel, das Harte Wafer su proben. 3m vorlegten Paragraph fagten wir bereits, dag man hartes Waffer dbaran erfenne, wenn e8 die Seife nidht fdaumen Lagt und Hiljenfriicte nicht weid) Lodjt ober burd Seifenfpiritus getribt wird. Daran fdlieht fid) ferner al8 Probemittel die Pottafde, welde beigemifcdht wie ber Seifengeift das Waffer um fo mehr tribt, je barter basfelbe ift. Wil man endlid) wiffen, welder BVeftandtheil diefes oder jenes (Harte) Waffer enthalt, fo erfennt man, um nur einige Falle gu berithren, 1) die Gegenwart des Kaltes durd Beimifdung von MKeefaly oder fleefaurem Ammoniaf, wodurd) fic) jener, wenn die Hluffigteit einige Zeit mit einem Glasftabden gut umgeribrt wurde, in weiger Tritbung gu Boden fhlagt; Ahnlides gefchieht 2) dburd) Beimifdung von falpeterfaurem Baryt gu Waffern, welde fabwefelfaure Galze, a. B. Gyps, enthalten. 3) Enthalt ein Waffer Cifentheile, fo barf man nur in dbiinne Scheiben gefdjnittene Gallapfel an einem Bindfaden in dasfelbe hangen, und eS wird fid) in einigen Stunden blaulic) ober dunfelblau farben. Gehneller fann man fid vom Gifengehalte eines Waffers durd Gallapfeltinttur iber- geugen. Hat ein Waffer eine verhaltnigmapig bedeutende Menge von Cijen, was meiftens nur in Mincralquellen der Fal ft, fo wird dasfelbe burd) Gallapfeltinttur duntclviolett oder dunteljdhwarg gefarbt; ift aber nur wenig Cifen vor- banben, dann erhalt bas Waffer durd) bas genannte Re- agen$ nur einen Stic) in’S Nithlice. 4) Enthalt ein Waffer falpeterfaure Galje, fo mifcht man demfelben einige Tropfen Yndigo-Aufldfung bet und farbt e8 daburd) angenehm blau. Hierauf fegt man diefer Flif- figteit vorfidjtig ein geringes SQuantum (etwa eben fo viel Tropfen) Sdwefelfaure bei, riihrt fie gut um und erwarmt fie in einer Porgelanfchale bis gum Roden. BVerjdwindet nun die blaue Farbung, oder andert fie fid in Braun um, fo find genannte Galze vorhanden. 5) Die Gegenwart falgfaurer Galge erfennt man am beften burd effigfaures ober auch falpeterfaures Silber; diefes be- wirtt namlic) einen weifen fafigen Niederfdjlag, der fid) amt SGonnenlichte immer duntler farbt und nad) dem Zujage von 8 reiner Galpeterfaure nit mehr verfdwindet. €8 tinnen burd) eine folde Silberldfung felbft die geringften SGpuren von falgfauren Galzen entdedt werden. §. 6. Sum Granen wehr oder minder untanglige Baffer. Qn ihrem natirliden Zuftande genommen, find gum Srauen untauglide Waffer : 1) Ue faulen Wafer, fowie aud 2) alle fohlenfaures Cifenoryd haltigen, weil fie ver- anbdernd auf den Zucer wirfen. Minder tauglid) find: 3) Alle gnpshaltigen Waffer, weil fle verhartend a